Wirkungsweise der Tiertherapie

Die Anwesenheit und der Kontakt zu Tieren beeinflussen und stärken die körperliche, seelische und soziale Vitalität des Menschen! Der Kontakt zum Tier lenkt von Schmerzen, Unpässlichkeiten und körperlichen Schwächen ab, vermittelt Trost und kann genesende Wirkungen entfalten, fördern bzw. anstoßen.

Dieses Wissen wurde nicht nur in der Literatur seit Jahrhunderten überliefert, sondern inzwischen wissenschaftlich in zahlreichen Studien bewiesen. Folgende Effekte konnten dabei beobachtet werden:

Physiologische Wirkung

  1. Biochemische Veränderungen und neuro-endokrine Wirkungen durch Freisetzung von Beta-Endorphinen über erregungssenkendes Lachen/Spielen/Bewegen/Berühren, das wiederum führt zu:
  2. Muskelentspannung durch Körperkontakt und entspannte Interaktion,
  3. Biochemische Veränderungen und neuro-endokrine Wirkungen durch Freisetzung von Beta-Endorphinen über erregungssenkendes Lachen/Spielen/Bewegen/Berühren, das wiederum führt zu:
    • Schmerzverringerung
    • Beruhigung
    • euphorisierende Effekte
    • Stabilisierung des Immunsystems
    • Aktivierung der Verdauung
  4. Verbesserung der allgemeinen Gesundheit durch die Beschäftigung mit den Tieren: motorische Aktivierung und Muskelaufbau, Training des Herz- Kreislauf-Systems, Stärkung der Atemwege, verbesserte Sauerstoff-versorgung, Reduzierung von Übergewicht, Alkohol- und Nikotingenuss,
  5. Förderung von Regelmäßigkeit und Tagesstruktur

Mentale und psychologische Wirkungen

      1. Kognitive Anregung und Aktivierung durch Einprägen wichtiger Informationen sowie Kommunikation mit anderen,
      2. Förderung emotionalen Wohlbefindens durch das akzeptiert und geliebt werden, Zuwendung, Bestätigung, Trost, Ermunterung, Zärtlichkeit, Intensität, spontane Zuneigung und Begeisterung,
      3. Förderung von positivem Selbstbild, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein durch konstante Wertschätzung, Erfahrung von Autorität, Macht und Bewunderung, Gefühl, gebraucht zu werden, Verantwortung übernehmen, Bewältigungskompetenz bei sich selbst erleben,
      4. Förderung von Kontrolle über sich selbst und die Umwelt durch Kontroll-erfahrung in Pflege, Versorgung, Führung und erreichtem Gehorsam, Erfordernis der Selbstkontrolle, Sensibilisierung für eigene Ressourcen, Zwang zu aktiver Bewältigung, Förderung der Bewältigungskompetenz und Vermittlung Kompetenzerfahrung, Aufbau von Alltagsstrukturen,
      5. Förderung von Sicherheit und Selbstsicherheit, Reduktion von Angst durch die erlebte unbedingte Akzeptanz, konstante und kontinuierliche Zuneigung, unkritische Bewunderung, unbedrohliche und belastungsfreie Interaktionssituation,
      6. Psychologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung durch Wahrnehmungs- und Interpretationsveränderung von Belastung, gelassenere Stressbewältigung, Trost und Beruhigung, Ablenkung, Relativierung von Konsequenzen, Umbewertung und Umbilanzierung von Ereignissen, Aufwertung kleiner Freuden,
      7. Psychologische Wirkung sozialer Interaktion: Erfüllung von Bedürfnissen nach Zusammensein, Geborgenheit, Erfahrung von Nähe, Gemeinsamkeit, nicht allein sein,
      8. Regressions-, Projektions- und Entlastungsmöglichkeiten (Katharsis): Stilles Zuhören, Ermöglichen affektiver Entladung und offenen emotionalen Ausdrucks, Erinnerungsmöglichkeit, enttabuisierter Umgang, Identifikationsmöglichkeit und Projektionsfläche,
      9. Antidepressive Wirkung, antisuizidale Wirkung: Zusammensein und Gemeinsamkeit, Vertrauen und Vertrautheit, sicherer Halt und emotionale Zuwendung, Umbewertung von Belastung, Trost und Ermutigung, Förderung von Aktivität, Verantwortung, Bezogenheit und Verbundenheit, Freude, Lebendigkeit, Spontanität und Spaß erleben.